Thomas Pfitzner / Hannes Werner
Vorbereitungen für den Ersatzneubau der Brücke 700 „Manschnower Alte Oder“ in vollem Gange
Im Rahmen des Flurbereinigungsverfahrens Küstriner Vorland wird derzeit die Ausführungsplanung für die Brücke 700 über die „Manschnower Alte Oder“ erstellt.
Aufgrund erheblicher Schäden am bestehenden Bauwerk wurde eine wirtschaftliche Sanierung der alten Brücke verworfen. Stattdessen ist ein Neubau vorgesehen. Die bisherige Drei-Feld-Brücke mit zwei Strompfeilern im Gewässer wird durch eine Einfeldbrücke ersetzt. Dadurch kann auf störende Pfeiler im Fluss verzichtet werden, was sowohl den Wasserlauf als auch die Unterhaltung des Gewässers verbessert.
Aufgrund des wenig tragfähigen Baugrundes ist für das neue Bauwerk eine Pfahlgründung vorgesehen. Dabei werden Rohre in den Boden eingebracht, anschließend ausgebohrt und mit Beton verfüllt. Sie tragen zu beiden Seiten Stahlbetonholme, auf denen mit Hilfe eines Autokrans vier Stahlbetonhalbfertigteile aufgelegt und nach Montage ausbetoniert werden. Somit wird aus vier Trägern durch vollflächige Betonage eine massive Platte erzeugt.
Die Stahlbetonhalbfertigteile werden von der B+F Beton- und Fertigteilgesellschaft mbH in Brandenburg gefertigt, zur Baustelle transportiert und dort montiert. Die Planungsleistungen sowie die örtliche Bauüberwachung übernimmt das Ingenieurbüro Thomas Frühauf aus Schlaubetal. Die Prüfung der Tragwerksplanung erfolgt durch das Ingenieurbüro Iwanetz aus Frankfurt (Oder). Während der Bauphase liegt die Bauoberleitung beim Verband für Landentwicklung und Flurneuordnung Brandenburg (VLF Brandenburg).
Die Ausschreibung für den Brückenbau ist für das zweite Quartal 2026 vorgesehen. Der Baubeginn soll noch im selben Jahr erfolgen. Die Bauzeit wird voraussichtlich sechs bis acht Monate betragen, sodass die Fertigstellung für das erste Quartal 2027 geplant ist. Während der Bauarbeiten ist Neu Manschnow über die Ortslage Kietz erreichbar.
Finanziert wird das Projekt aus Bundes- und Landesmitteln im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK). Zur Entlastung der Teilnehmergemeinschaft hat sich die Gemeinde Küstriner Vorland bereit erklärt, zwei Drittel des Eigenanteils für den Brückenausbau zu übernehmen.


